Triest: Molo Audace, abends

Molo Audace by Ulrich Berens.

Molo Audace in Triest im Abendlicht – eingefangen mit dem iPhone 6plus

iPhoneografie, die Fotografie mit dem iPhone, ist ja längst eine Kunstform für sich. IPhone-Fotografen halten Einzug in Museen, Galerien und veröffentlichen Bildbände, gefüllt mit den erstaunlichsten Fotografien. Ich muss zugeben, dass die tolle Fotoqualität des iPhones letztendlich der Grund für mich war, mir selbst so ein Applegerät anzuschaffen.
Obiges Foto entstand kurz vor Sonnenuntergang Anfang November in Triest. Der Hafen-Kai „Molo Audace“ ist heute Flaniermeile in Triest, das sich an der Piazza dell’Unità d’Italia, die auch die „Große Piazza“ genannt wird, großzügig zum Meer hin öffnet. Und wer abends in Triest-Mitte den Sonnenuntergang genießen möchte, geht auf die Molo Audace. Entsprechend bevölkert war der Kai auch an dem wunderbar milden Novemberabend, an dem dieses Foto entstanden ist.
Bei wenig Licht zu fotografieren, führt jede Kamera, egal ob Smartphone oder Kamera-Bolide, an ihre technische Grenzen. Da muss man einfach schauen, ob die Ergebnisse trotz der technischen Einschränkungen qualitativ akzeptabel sind. Bei vorliegendem iPhone-Foto würde ich letzteres bejahen, denn trotz der späten Stunde macht das iPhone seine Sache auch bei wenig Licht ziemlich gut. Auch wenn das Foto technisch nicht perfekt ist, bringt es die Lichtstimmung an diesem Triester Herbstabend sehr gut rüber.

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On the road

Im Tunnel by (c) Ulrich Berens.

Im Tunnel – fotografiert mit Canons Einsteiger-DSLR 1200D und Standard-Kit-Objektiv, 18-55mm, bei ISO 6400

Seit dem Frühsommer besitze ich als „Backup-Kamera“ eine Canon 1200D, die ich jetzt Anfang November für einige Tage während eines Kurztrips nach Oberitalien dabei hatte. Während der kurzen Reise wollte ich nur eine leichte, im Zweifel aber doch gerade am Abend oder bei wenig Licht leistungsfähige Kamera dabei haben. Dazu packte ich nur das Standard-Kit-Objektiv, EFS Canon f/3.5-5.6 IS STM ein. Keine High-End-Ausrüstung also, die aber aufgrund des geringen Gewichtes an der Schulter ein angenehm leichter Begleiter ist.
Über die haptische Qualität dieses Standard-Zoom-Objektivs, das ja vorwiegend aus Plastik besteht und den Ruf einer „Anfängerscherbe“ hat, kann man sicher streiten. Die Fotoergebnisse überzeugen mich jedoch durchweg, anders jedenfalls als eines der Vorgängermodelle, das ich bereits 2008 kurz in Augenschein nehmen konnte und wegen mangelnder (Bild-)Qualität schnell wieder verkauft habe.
Das obige Foto machte ich bei voller Fahrt – natürlich als Beifahrer – in einem Tunnel auf der Autobahn A23 zwischen Tarvisio und Gemona im Friaul – durch die Windschutzscheibe. Das Foto ist lediglich in schwarz-weiß umgewandelt, sonst nicht weiter bearbeitet. Ich finde, es zeigt gut, welches Potential aktuelle DSLR auch im Einsteigersegment mit sich bringen. Trotz hoher, von der Kamera automatisch gewählter ISO-Zahl von 6400 finde ich das Foto gelungen, es fängt die Geschwindigkeit förmlich ein, lenkt und zieht das Auge in die Tiefe und zeigt schöne Tonwertabstufungen. Auch das vorhandene Rauschen stört hier nicht weiter, sondern passt zum Bildmotiv.

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Pointe du Raz im letzten Sonnenlicht

Pointe du Raz by Ulrich Berens

Pointe du Raz – Finistere

Nach 5 Jahren „Abstinenz“ war ich im Sommer diesen Jahres wieder einmal in der Bretagne. Während die Sichtung der dort entstandenen Fotos noch anhält, bringe ich hier als Vorgeschmack ein Bild, das ich 2007 bei meinem ersten Besuch in der Bretagne an der Pointe du Raz, dem äußersten westlichen Zipfel Frankreichs, im Abendlicht geschossen habe. Das bretonische Wort Raz bezeichnet eine besonders heftige Meeresströmung und tatsächlich ist das Meer rund um das Kap sehr gefährlich. Das peitschende Meer und die Witterung haben dramatische Felsformationen geschaffen. Hier ist – im Wortsinn – „Finistere“, also die Welt zu Ende…
An der Pointe du Raz habe ich einige sehr eindrucksvolle Sonnenuntergänge erlebt, die das Meer und die der Küste vorgelagerten Leuchtturminseln in ein tiefgoldenes Licht tauchen können. Ganz klein am Horizont sieht man noch die acht Kilometer entfernt vor der Küste liegende Île de Sein. Zwei heute unbewohnte Leuchttürme befinden sich auf den zwei Inselchen davor: der Phare de la Vieille und der Phare de Tévennec.

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Normannische Küste bei Etretat

Blick auf Etretat Richtung Nordosten

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Zuger See

zuger-see-panorama by .

Blick vom Rigi Kulm auf den Zuger See – Panoramafoto aufgenommen mit einem iPhone 6plus

Stichwort: Urlaubs-Schnappschuss! Bei meinem Aufenthalt in der Schweiz in der vergangenen Woche kam ich doch ein wenig ins Grübeln. Kameratechniksch war ich angesichts der Hitze nur sehr „leicht“ ausgestattet: ich hatte meine Olympus E-PL3 dabei – und mein Handy (iPhone 6plus). Angesichts der wirklich augezeichneten Fotos, die das iPhone 6plus macht, und der Möglichkeiten, dort auch kreativ in die Bildgestaltung einzugreifen, frage ich mich ernsthaft, ob die kleine Olympus noch eine wirklich Alternative darzustellen vermag – wohlgemerkt: wenn man mit wirklich leichtem Gepäck reisen möchte.

Auch wenn das obige Foto einen leicht schiefen Horizont hat, mag es als Beipiel durchgehen, dass für wenig ambitionierte Urlaubs-Schnappschüsse niemand mehr eine „richtige“ Kamera mitschleppen muss, um gute Fotos zu machen. Auch der qualitative Unterschied von der Handy- zur Systemkamera verschwimmt für mich zunehmend und ist – zumal bei gutem Licht – mittlerweile vernachlässigbar.

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In der Hölle…

… naja, nicht wirklich in der Hölle: Ich war im Frühjahr in der „Mertinger Höll(e)“ unterwegs, einem Niedermoor im Mertinger Ried bei Donauwörth. Diese Landschaft ist „Zufluchtsort für seltene Tier- und Pflanzenarten, dient als Wasserspeicher und leistet durch das Speichern von CO2 einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz“ (1) und ist selbstredend Naturschutzgebiet. Im Frühjahr vor dem ersten Grün hat die karge Landschaft einen eigenen und sehr herben Reiz, deren Namen „Höll“ noch heute an die schwere Arbeit der Bauern in dem Sumpfgebiet erinnert. Hier wurde noch bis in die 60er Jahre Torf abgebaut.

Die hier gezeigten Bilder habe ich übrigens beim diesjährigen Wettbewerb „Wiki loves earth“ der Wikipedia-Foundation eingereicht. Dieser Wettbewerb läuft noch den ganzen Mai über und soll Naturdenkmäler deutschlandweit fotografisch erfassen.

Hier meine Fotografien, die alle mit meiner Olympus-Pen (E-PL 3) und dem 14-42mm Kitobjektiv entstanden sind. Während meines Spaziergangs kippte das Wetter ins Dramatische und den Heimweg musste ich dann durchnässt antreten. Zum Glück ist die Olympus so klein, dass ich sie leicht in meiner Jacke schützen konnte…

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Vorsprung

vorsprung_durch_leistung by .

Dieses Foto zeigt einen Ausschnitt der Wand eines Möbelhauses. Der Parkplatz war an dieser rückwärtigen Seite des üblichen Möbelhaus-Zweckbaus leer und gab einen ungehinderten Blick auf die Betonwand samt Feuertreppe frei, deren Trostlosigkeit nur von dem rot markierten Marketing-Spruch „Vorsprung durch Leistung“ durchbrochen – oder besser vielleicht sogar noch betont wird.

Ich hatte zufällig meine kleine Sony WX220 Kompaktkamera dabei, die ich bereits hier kurz vorgestellt habe. Ich habe versucht, die erwähnte Tristesse in ein formal „strenges“ und einfach aufgebautes Bild zu setzen. Sicher kein im landläufigen Sinn „schönes“ Foto. Aber vielleicht ein Foto, das dazu einlädt, über Sinn und Unsinn von Werbe-Botschaften nachzudenken, deren überflüssige Unorginalität allein schon spontanes Gähnen hervorruft. Dass niemand eine solch abgedroschene „Botschaft“ braucht, unterstreicht die öde Leere, vor der sie hier prangt.

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