Im Herbst war ich mit meinem neu erstandenen Lensbaby Sol 22 im Wald und habe es einmal ausgiebig getestet. Mir gefallen die Effekte dieses Objektives sehr gut, weil sie nicht nur einen grandios verträumten Look, sondern auch Dynamik ins Foto bringen. Und das auch dann, wenn das Motiv selbst eigentlich keine Dynamik hergibt.
Leider ist das Sol an meiner OMSystem OM-1 MkII eher unpraktisch, denn es ist so ausladend, dass es fast an den ausgeprägten Handgriff der OM-1 anschlägt und sich so der Fokusring in bestimmten Positionen nicht mehr einfach bedienen lässt. Diese „Engstelle“ habe ich hier mal markiert:
Aber an der OM-5 oder E-M10 macht das Objektiv richtig Spaß!
Technisches zum Lensbaby Sol 22
Das Lensbaby Sol 22 ist ein – Überraschung! – ein 22-mm-Objektiv mit fester Lichtstärke von f/3.5 und selektivem Fokus, das einen scharfen, kreisrunden Fokusbereich erzeugt, umgeben von sanfter, fluchtpunktartiger Unschärfe und einem ausdrucksstarken Bokeh. Dazu wählt man einfach den gewünschten Fokuspunkt im Bildausschnitt, neigt das Objektiv darauf zu, dreht den vorderen Ring, um das Motiv scharfzustellen, und löst dann aus.
Der Neigungsmechanismus des Sol 22 sorgt dafür, dass der Fokusbereich immer im Bildausschnitt bleibt. Das Sol 22 verfügt außerdem über eine Zentriersperre, die leicht erkennen lässt, wann sich der Fokuspunkt in der Bildmitte befindet.
Für alle, die mehr kreative Kontrolle direkt in der Kamera wünschen, bietet das Sol 22 zwei Bokeh-Lamellen. Diese beweglichen Lamellen sehen etwas „strange“ aus, weil sie direkt vor die Linse geschoben bzw. gedreht werden, verleihen dem Bokeh aber interessante Linien und Texturen.












